Dezember 2009 - Brandschutz unterm erleuchteten Weihnachtsbaum

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Wegen ihrer stimmungsvollen Atmosphäre wird die Advents- und Weihnachtszeit oft als die schönste Jahreszeit bezeichnet. Unzählige Lichter und Kerzen werden aufgestellt. Besonders die Kinder sind fasziniert von diesem Anblick. Zwar haben elektrische Kerzen das offene Licht vielfach ersetzt, der Adventskranz und mancher Weihnachtsbaum haben jedoch vielfach "richtige" Kerzen behalten.

Besinnlich vor dem Adventskranz oder unter dem Weihnachtsbaum, die Kerzen brennen, Ruhe, Entspannung, wohlschmeckendes Essen im Kreise der Familie – so sieht bei vielen Menschen die Planung für die Advent- und Weihnachtszeit aus. 1,3 Million Feuerwehrmänner und -frauen sind in Deutschland rund um das Fest der Feste allerdings ständig bereit, andere Menschen aus Lebensgefahr zu retten, wenn etwa der ausgedörrte Adventskranz oder der Weihnachtsbaum in Flammen aufgeht. Die meisten Aktiven sind ehrenamtlich tätig. „Vor allem in der Adventszeit und zu Weihnachten gibt es oft Brände, die durch unachtsamen Umgang mit Feuer verursacht werden. Das ist leider in ganz Deutschland so“, bilanziert Christian Krause, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Klitten. Viele Einsätze könnten vermieden werden, indem folgende einfache Tipps befolgt werden:

  • Die Kerzenhalter sollten aus nicht brennbarem Material bestehen. Wer die Kerzen angezündet hat, sollte Kranz und Baum nie unbeaufsichtigt lassen. Ein guter Rat: Die Kerzen sollten nicht zu weit herunterbrennen. Gerade ausgetrocknete Nadelgehölze können verpuffungsartig verbrennen, schnell zu Brandverletzungen oder Zimmerbränden führen.
  • Die beliebten Räucherkerzen bitte nur auf einer nichtbrennbaren Unterlage abbrennen. Räuchermännchen sollten mit einem Kerzenteller ausgerüstet sein.
  • Die Bewohner sollten Zündhölzer und Feuerzeuge so aufbewahren, dass sie nicht durch Kinderhände erreichbar sind.
  • Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind dann umso leichter entflammbar. Das trockene Reisig brennt mit hoher Geschwindigkeit und Temperatur ab. Eine Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb stets möglich. Halten Sie daher einen Eimer oder eine Bodenvase mit Wasser bereit – noch effektiver sind Feuerlöscher mit einem Wasser-Schaum-Gemisch. Unternehmen Sie einen Löschversuch nur, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
  • Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum so auf, dass er sicher und in ausreichender Entfernung zu brennbaren Gegenständen steht.
  • Bringen Sie Kerzen am Weihnachtsbaum so an, dass zu darüber liegenden Zweigen genug Abstand bleibt, und zünden Sie die Kerzen stets von hinten nach vorn und von oben nach unten an. Verfahren Sie beim Löschen der Kerzen in umgekehrter Reihenfolge.
  • Auch bei der Zubereitung eines Festessens gibt es Gefahren. Bedenken Sie, dass brennendes Fett in Pfanne oder Friteuse nie mit Wasser gelöscht werden darf. Dies führt zu einer Fettexplosion, die für Umstehende lebensgefährlich ist. Legen Sie im Falle eines Falles den Deckel auf Topf oder Pfanne, und nehmen Sie das Behältnis von der Herdplatte. Ein fest sitzender Deckel erstickt das Feuer, die Flamme erlischt.
  • Wenn es einmal doch zu einem Brand kommt, hilft die sofortige Alarmierung der Feuerwehr, Schäden zu verringern. Über den europaweit einheitlichen Notruf 112 sind die Feuerwehren rund um die Uhr erreichbar.

So steht einer stimmungsvollen Advents- und Weihnachtszeit t nichts mehr im Wege. Ihre Feuerwehr Klitten wünscht ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gutes 2010.